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Klassischer Farb-Wort-Stroop

Text-Variante

Was ist das?

Der klassische Farb-Wort-Stroop-Test ist eines der berühmtesten Experimente der kognitiven Psychologie. 1935 von John Ridley Stroop entwickelt, verdeutlicht er den Konflikt, der entsteht, wenn das Gehirn versucht, zwei widersprüchliche Informationen gleichzeitig zu verarbeiten: die Bedeutung eines Farbworts und die Farbe der Tinte, in der es gedruckt ist.

Was wird gemessen?

Dieses Experiment misst kognitive Interferenz – also die Schwierigkeit, die Ihr Gehirn hat, wenn es eine automatische Reaktion (das Lesen des Wortes) zugunsten einer kontrollierten Reaktion (das Benennen der Tintenfarbe) unterdrücken muss. Es bewertet die exekutiven Funktionen, insbesondere die inhibitorische Kontrolle und die selektive Aufmerksamkeit.

Wie es funktioniert

  1. 1Ein Farbwort (z. B. „ROT“) wird in einer Tintenfarbe angezeigt, die mit dem Wort übereinstimmen kann oder nicht.
  2. 2Sie müssen die Tintenfarbe erkennen, nicht das Wort selbst.
  3. 3Drücken Sie die entsprechende Taste: R für Rot, B für Blau, G für Grün, E für Gelb.
  4. 4Kongruente Durchgänge (Wort und Farbe identisch) sind einfacher als inkongruente (Wort und Farbe unterschiedlich).
💡

Wussten Sie schon?

Der Stroop-Effekt ist so robust, dass er selbst bei zweisprachigen Personen auftritt, wenn die Wörter in ihrer Zweitsprache präsentiert werden. Zudem zeigen Kinder, die noch nicht lesen können, keinen Stroop-Effekt, was beweist, dass die Interferenz aus der Automatik des Lesens entsteht.