Numerischer Stroop
Zahl-Variante
Was ist das?
Der numerische Stroop, auch Größenkongruenzeffekt genannt, untersucht den Konflikt zwischen dem Zahlenwert einer Ziffer und ihrer physischen Größe auf dem Bildschirm. Wenn eine kleine Ziffer groß und eine große Ziffer klein dargestellt wird, fällt es dem Gehirn schwer, die physische Größeninformation zu ignorieren und sich auf den Zahlenwert zu konzentrieren.
Was wird gemessen?
Dieses Experiment misst die Interferenz zwischen der Verarbeitung der numerischen Größe und der physischen Größe. Es zeigt, dass die Wahrnehmung von Zahlen und die Wahrnehmung physischer Größe gemeinsame kognitive Ressourcen nutzen und dass beide Dimensionen vom Gehirn automatisch und gleichzeitig verarbeitet werden.
Wie es funktioniert
- 1Zwei Ziffern werden in unterschiedlicher physischer Größe nebeneinander angezeigt.
- 2Sie müssen die numerisch größere Ziffer erkennen und die physische Größe ignorieren.
- 3Drücken Sie die linke oder rechte Pfeiltaste, um Ihre Antwort auszuwählen.
- 4Inkongruente Durchgänge (große Zahl in kleiner Darstellung) sind schwieriger als kongruente.
Wussten Sie schon?
Der Größenkongruenzeffekt wurde 1982 von Avishai Henik und Joseph Tzelgov entdeckt. Er zeigt, dass die Verarbeitung von Zahlen automatisch erfolgt: Selbst wenn man die physische Größe (und nicht den Wert) vergleichen soll, werden die Teilnehmenden weiterhin vom Zahlenwert beeinflusst.